THG-Prämie für Elektroautos 2026: Höhe, Anbieter & Auszahlung im Überblick
Du fährst elektrisch und weißt noch nicht, was die THG-Prämie ist? Dann verschenkst du gerade bares Geld. Mit wenigen Minuten Aufwand und einem Foto deines Fahrzeugscheins kassierst du jedes Jahr eine Prämie – einfach dafür, dass du ein Elektroauto fährst. Wie das funktioniert, wie viel du 2026 bekommst und worauf du achten solltest, erfährst du hier.
Was ist die THG-Prämie überhaupt?
Hinter dem sperrigen Begriff Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) steckt ein cleveres System: Mineralölunternehmen sind gesetzlich verpflichtet, den durch ihre Treibstoffe verursachten CO₂-Ausstoß Jahr für Jahr zu senken. Wer ein Elektroauto besitzt, kann das damit eingesparte CO₂ „verkaufen" – und bekommt dafür eine Prämie.
Die Einsparungen deines Elektroautos werden vom Umweltbundesamt zertifiziert und anschließend an quotenverpflichtete Unternehmen verkauft. Kurz gesagt: Die Ölindustrie muss Klimaziele erfüllen und kauft dafür deine CO₂-Einsparung. Du bekommst Geld, sie erfüllen ihre Pflicht.
Wie viel gibt es 2026?
Die gute Nachricht: Die Garantieprämien für 2026 liegen aktuell bei rund 300 Euro, teils darüber – deutlich mehr als in den Tiefphasen 2024 mit Summen unter 100 Euro. Zwei Gründe: Die Mineralölkonzerne müssen jedes Jahr strengere Einsparziele erfüllen, wodurch der Wert der Zertifikate steigt. Und seit 2026 können Biokraftstoffe nicht mehr doppelt auf die Quote angerechnet werden, was Elektro-Zertifikate zusätzlich verknappt.
Je nach Anbieter variieren die Beträge erheblich:
| Anbieter | Garantieprämie 2026 (Pkw) |
|---|---|
| CHECK24 | 315 € |
| Verivox | bis zu 360 € |
| Elektrovorteil | bis zu 350 € |
| EnBW | 95 € |
Anbieterangaben, Stand Juni 2026 – Prämienhöhe und Konditionen können sich jederzeit ändern. carparison.de hat keine Geschäftsbeziehung zu den genannten Anbietern; die Übersicht dient nur der Orientierung.
Wenn du wissen willst, was dein Elektroauto unter dem Strich kostet – inklusive aller Einsparungen durch THG-Prämie, Steuerbefreiung und günstigere Energie – rechne es im Fahrzeugvergleich durch.
Wer kann die THG-Prämie beantragen?
Beantragen können sie ausschließlich Halter von reinen Elektroautos – dazu zählen Pkw, Lkw, Nutzfahrzeuge und Busse sowie zulassungspflichtige E-Roller und E-Motorräder. Nicht berechtigt sind Plug-in-Hybride, E-Bikes, E-Scooter, Photovoltaikanlagen und private Wallboxen.
E-Scooter – die klassischen Tretroller aus den Innenstädten – fallen als freiwillig zugelassene Fahrzeuge der Klasse L1e nicht unter die Quote. Wichtig: Berechtigt ist immer die Person, die in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter eingetragen ist. Auch mit einem geleasten Fahrzeug bist du antragsberechtigt – solange dein Name im Fahrzeugschein steht.
So funktioniert die Beantragung – in 3 Schritten
- Anbieter auswählen. Vergleiche die Angebote, die Prämien unterscheiden sich teils deutlich. Über 50 Agenturen und Energieversorger konkurrieren um die besten Konditionen.
- Fahrzeugschein hochladen. Als Beleg lädst du einen Scan oder ein Foto der Zulassungsbescheinigung Teil I über die Website des Anbieters hoch.
- Warten & kassieren. Bis das Umweltbundesamt die Quoten zertifiziert hat, dauert es meist mehrere Monate. Einige Anbieter zahlen eine (niedrigere) Prämie aber schon innerhalb von 24 Stunden aus.
Garantieprämie oder Risikoprämie – was ist besser?
Beim Abschluss hast du meist die Wahl zwischen zwei Modellen:
- Garantieprämie: Du weißt von Anfang an genau, was du bekommst – unabhängig vom Markt. Maximale Planungssicherheit.
- Risikoprämie: Die Auszahlung hängt vom tatsächlichen Marktpreis ab. Das kann mehr sein – oder weniger. Manche Anbieter senken die vereinbarte Höhe im Verlauf ab.
Die Stiftung Warentest rät klar zur garantierten Festprämie, um das Auszahlungsrisiko zu vermeiden.
Wichtige Fristen 2026
Die Einreichung der Quote beim Umweltbundesamt ist nur bis zum 15. November 2026 möglich. Beim Anbieter solltest du deine Unterlagen aber schon bis 31. Oktober 2026 eingereicht haben, damit er sie rechtzeitig sammeln und beim Umweltbundesamt einreichen kann.
Unser Tipp: Warte nicht bis Oktober. Manche Anbieter passen ihre Prämien im Jahresverlauf nach unten an – wer früh einsteigt, sichert sich oft den besseren Kurs.
Ist die THG-Prämie steuerpflichtig?
Für Privatpersonen ist die THG-Prämie steuerfrei: Laut Bundesfinanzministerium sind die Erlöse keiner Einkunftsart zuzuordnen und müssen nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Für Fahrzeuge im Betriebsvermögen gelten dagegen die allgemeinen steuerlichen Regeln – dort ist die Prämie eine Betriebseinnahme.
Wie geht es mit der THG-Prämie weiter?
Die Minderungsquote steigt von Jahr zu Jahr: 2026 liegt sie bei 12 Prozent, 2030 bei 26,5 Prozent und bis 2040 bei 65 Prozent. Je höher die Quote, desto stärker der Druck auf die Mineralölkonzerne – und desto größer tendenziell die Nachfrage nach Zertifikaten. Zudem gibt es Planungssicherheit über 2030 hinaus: Ein im April 2026 beschlossenes Gesetz verlängert den Quotenhandel bis 2040.
Die THG-Prämie als Teil deiner echten Gesamtkosten
Die THG-Prämie ist nur einer von mehreren finanziellen Vorteilen eines Elektroautos. Dazu kommen die Kfz-Steuerbefreiung, günstigere Energiekosten (besonders beim Laden zu Hause oder per Solaranlage) und niedrigere Wartungskosten. Wie sich das auf deine monatlichen Kosten auswirkt, zeigt der Fahrzeugvergleich – mit echten Zahlen, ohne Schönrechnen.
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Häufige Fragen (FAQ)
Was ist die THG-Prämie?
Die THG-Prämie ist eine jährliche Auszahlung für Halter reiner Elektroautos. Du verkaufst dabei die CO₂-Einsparung deines Fahrzeugs an Mineralölunternehmen, die gesetzlich zur Erfüllung von Klimazielen verpflichtet sind.
Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?
Je nach Anbieter zwischen rund 95 € und bis zu 360 €. Die meisten Garantieprämien liegen aktuell bei rund 300 € – deutlich mehr als in den Tiefphasen 2024 mit Summen unter 100 €.
Wer kann die THG-Prämie beantragen?
Alle Halter reiner Elektroautos mit deutscher Zulassung – egal ob Pkw, Motorrad oder Nutzfahrzeug. Plug-in-Hybride, E-Bikes, E-Scooter, Wallboxen und Photovoltaikanlagen sind ausgeschlossen.
Gilt die THG-Prämie auch für Plug-in-Hybride?
Nein. Die Prämie gibt es nur für rein elektrische Fahrzeuge. Plug-in-Hybride und Vollhybride sind nicht quotenberechtigt.
Ist die THG-Prämie steuerpflichtig?
Für Privatpersonen nicht – laut Bundesfinanzministerium ist sie steuerfrei und muss nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Im Betriebsvermögen gilt sie als Betriebseinnahme.
Bis wann muss ich den Antrag stellen?
Beim Anbieter solltest du spätestens bis 31. Oktober 2026 eingereicht haben. Das Umweltbundesamt nimmt die Quoten bis 15. November 2026 entgegen.
Kann ich die THG-Prämie auch mit einem Leasing-Auto beantragen?
Ja – sofern du als Halterin oder Halter in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen bist.
Wie lange dauert die Auszahlung?
In der Regel mehrere Monate nach Antragstellung. Einige Anbieter bieten gegen eine niedrigere Prämie eine Sofortauszahlung innerhalb von 24 Stunden an.
Alle Angaben zu Prämienhöhen basieren auf öffentlich zugänglichen Anbieterinformationen (Stand: Juni 2026). Da sich die Marktpreise laufend ändern, empfehlen wir, vor der Antragstellung aktuelle Vergleiche zu prüfen. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.
