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Blog/Skoda Enyaq 85 vs. Octavia 1.5 TSI: Kostenvergleich 2026 (TCO)
KostenvergleichSkoda EnyaqSkoda OctaviaTCOElektro vs. Verbrenner

Skoda Enyaq vs. Octavia: Schlägt der Benziner das Elektroauto?

02. Juli 2026· Lesedauer: 7 Minuten

Die kurze Antwort: der Octavia. Wenig überraschend – er kostet in der Anschaffung fast 20.000 € weniger. Spannender ist, wie klein dieser Vorsprung über 5 Jahre schrumpft: Am Ende trennt beide nur noch ein Bruchteil davon. Wie das kommt – und wann der Enyaq sogar vorbeizieht – zeigen wir hier mit echten Zahlen.

Wir haben den Skoda Enyaq 85 und den Skoda Octavia 1.5 TSI über 5 Jahre einem vollständigen TCO-Vergleich (Total Cost of Ownership) unterzogen. Das Spannende steckt nicht darin, wer am Ende günstiger ist – sondern um wie wenig.

Die Zahlen auf einen Blick

KennzahlSkoda Enyaq 85Skoda Octavia 1.5 TSI
Listenpreis50.450 €30.990 €
Leistung286 PS150 PS
0–100 km/h6,7 s9,8 s
Reichweite586 km (WLTP)
Verbrauch17,6 kWh/100km7,2 L/100km
Wertverlust (5 J.)27.342 €17.134 €
Energiekosten (5 J.)4.224 €9.450 €
Energie / 100 km5,63 €12,60 €
Versicherung (5 J.)6.055 €3.100 €
Wartung (5 J.)1.050 €2.190 €
Reifen (5 J.)950 €900 €
Reparaturen (5 J.)700 €875 €
Kfz-Steuer (5 J.)0 €570 €
TÜV / HU (5 J.)160 €160 €
THG-Prämie−500 €
Restwert (60 Monate)24.608 €15.356 €
Kosten pro km0,55 €0,48 €
Kosten pro Monat (Ø 5 J.)691 €598 €
Gesamtkosten über 5 Jahre≈ 41.481 €≈ 35.879 €

Annahmen: 5 Jahre · 15.000 km/Jahr · 90 % Laden zuhause · Strom 0,30 €/kWh (zuhause), 0,50 €/kWh (DC) · Benzin 1,75 €/L.

→ Beide Fahrzeuge direkt vergleichen

Warum ist der Abstand viel kleiner als die 20.000 € beim Kaufpreis?

Beim Kauf trennt beide fast 20.000 € (50.450 € gegenüber 30.990 €). Man könnte also erwarten, dass der Octavia über die Jahre meilenweit günstiger bleibt. Tatsächlich ist es nur ein Bruchteil: Über 5 Jahre liegt der Octavia gerade einmal 5.602 € vorn (35.879 € gegenüber 41.481 €), also 93 € im Monat.

Der Grund: Der Enyaq holt fast 14.000 € der Kaufpreislücke wieder rein – über deutlich günstigere Energie, die Kfz-Steuerbefreiung, niedrigere Wartung und die THG-Prämie. Was übrig bleibt, ist vor allem der Wertverlust: Der Enyaq verliert über 5 Jahre 27.342 €, der Octavia 17.134 €. Das wirkt nach viel, ist aber zum großen Teil schlicht eine Folge des höheren Kaufpreises – prozentual verlieren beide Autos ähnlich viel, nämlich rund die Hälfte ihres Werts. Dieser Rest-Wertverlust ist am Ende der einzige Posten, bei dem der Octavia uneinholbar vorn bleibt.

💡 Wichtig zu verstehen: TCO ist kein Urteil über die Qualität eines Autos – es ist eine ehrliche Rechnung. Wer viel fährt, günstig lädt oder das Fahrzeug länger hält, kann mit dem Enyaq trotzdem günstiger wegkommen. Den Vergleich für deine eigenen Parameter kannst du direkt anpassen.

Wo der Enyaq klar gewinnt

Auch wenn der Octavia beim monatlichen TCO vorne liegt – der Enyaq hat starke Argumente auf seiner Seite:

  • Energiekosten: 4.224 € gegenüber 9.450 € – der Enyaq spart über 5 Jahre satte 5.226 € beim Tanken und Laden. Wer viel fährt, profitiert hier enorm.
  • Wartung: 1.050 € gegenüber 2.190 € – kein Ölwechsel, kein Zahnriemen, keine Auspuffanlage. Der Elektromotor ist wartungsarm.
  • Restwert: Der Enyaq hat nach 5 Jahren noch 24.608 € Restwert – der Octavia nur 15.356 €. Rund 9.250 €, die beim Weiterverkauf direkt in der Tasche landen.
  • Leistung: 286 PS und 6,7 s auf 100 km/h – der Enyaq ist in einer anderen Dynamik-Liga als der Octavia (150 PS, 9,8 s).
  • Reichweite: 586 km WLTP – auch für Langstrecken gut geeignet.
  • Kfz-Steuer & THG-Prämie: 10 Jahre Steuerbefreiung plus rund 100 € THG-Prämie pro Jahr.

Wo der Octavia überzeugt

  • Kaufpreis: Fast 20.000 € günstiger in der Anschaffung – ein riesiger Unterschied für alle, die Eigenkapital schonen wollen.
  • Günstigere Versicherung: 3.100 € gegenüber 6.055 € – der Octavia ist deutlich günstiger versichert, was an seiner niedrigeren Typklasse liegt.
  • Niedrigerer Wertverlust in absoluten Zahlen: rund 10.000 € weniger – allerdings vor allem, weil er von einem viel niedrigeren Kaufpreis startet. Prozentual halten beide ähnlich gut.
  • Flexibilität beim Tanken: Gerade auf Reisen ohne Ladeinfrastruktur ist der Verbrenner noch immer unkomplizierter.

Ab wann kippt die Rechnung zugunsten des Enyaq?

Der Kaufpreisnachteil des Enyaq (rund 19.460 €) wird durch die laufenden Kostenvorteile in 5 Jahren nicht vollständig aufgeholt. Je nach Nutzungsprofil dreht sich das Bild aber:

  • Vielfahrer über 20.000 km/Jahr: Je mehr Kilometer, desto stärker wirkt der Energiekostenvorteil des Enyaq.
  • Längere Haltedauer (7–10 Jahre): Je länger das Auto gehalten wird, desto mehr laufende Kosten summieren sich – zugunsten des Enyaq.
  • Günstigeres Laden: Wer unter 0,15 €/kWh lädt (eigene Solaranlage, betriebliche Wallbox), spart nochmal deutlich. Mit unserem PV-Rechner siehst du, wie viel eine Solaranlage beim Laden bringt.
  • Firmenwagen: Hier kippt die Rechnung am deutlichsten – siehe nächster Abschnitt.

Als Firmenwagen kippt die Rechnung

Als Dienstwagen profitiert der Enyaq von der 0,25-%-Regelung: nur rund 126 €/Monat geldwerter Vorteil (0,25 % von 50.450 €), während es beim Octavia mit der vollen 1-%-Regelung 309,90 €/Monat sind – mehr als doppelt so viel. Je nach Steuersatz macht das über die Jahre mehrere Tausend Euro aus und kann den TCO-Vergleich zugunsten des Enyaq drehen.

Wie die Regelung genau funktioniert und was sie netto bringt, rechnen wir im Detail durch: 0,25-%-Regelung für Elektro-Firmenwagen 2026 →. Deine persönliche Steuerlast ermittelst du im Firmenwagen-Rechner.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist der Skoda Octavia wirklich günstiger als der Enyaq?

Im 5-Jahres-TCO-Vergleich ja: Der Octavia 1.5 TSI kostet 598 €/Monat (rund 35.879 € gesamt), der Enyaq 85 691 €/Monat (rund 41.481 €). Trotz des fast 20.000 € höheren Kaufpreises beträgt der Abstand über 5 Jahre aber nur 5.602 € bzw. 93 €/Monat – den Großteil der Kaufpreislücke holt der Enyaq über günstigere laufende Kosten wieder rein.

Warum hat der Enyaq höhere Gesamtkosten, obwohl er weniger Energie kostet?

Vor allem wegen des Kaufpreises: Der Enyaq kostet fast 20.000 € mehr. Seine niedrigeren laufenden Kosten – Energie, Kfz-Steuer, Wartung – gleichen davon über 5 Jahre rund drei Viertel aus, aber nicht alles. Übrig bleibt ein Rest beim Wertverlust, der prozentual bei beiden Autos ähnlich ausfällt.

Wann lohnt sich der Enyaq trotzdem?

Bei hoher Fahrleistung (über 20.000 km/Jahr), langer Haltedauer (7–10 Jahre), günstigem Laden unter 0,15 €/kWh – und vor allem als Firmenwagen dank der 0,25-%-Regelung.

Welches Auto spart mehr Energiekosten?

Der Enyaq spart über 5 Jahre rund 5.226 € (4.224 € gegenüber 9.450 €). Strom kostet ihn 5,63 €/100 km, Benzin beim Octavia 12,60 €/100 km.

Wie wurde der Vergleich berechnet?

Auf Basis von Marktdaten 2026: 5 Jahre Haltedauer, 15.000 km/Jahr, 90 % Heimladen, Strom 0,30 €/kWh (zuhause) bzw. 0,50 €/kWh (Schnellladen), Benzin 1,75 €/L. Kein Kaufangebot.

Fazit: Kommt auf den Einzelfall an

Der Octavia gewinnt diesen Vergleich – aber nur im Standardszenario. Wer viel fährt, günstig lädt, das Auto länger als 5 Jahre behält oder einen Firmenwagen sucht, für den kann der Enyaq die wirtschaftlich bessere Entscheidung sein. Und wer 286 PS, 586 km Reichweite und einen wartungsarmen Elektromotor will, zahlt den Aufpreis vielleicht gern. Unterm Strich: Octavia 598 €/Monat (35.879 € über 5 Jahre), Enyaq 691 €/Monat (41.481 €) – der Rest ist dein Fahrprofil.


Selbst vergleichen:

Alle TCO-Angaben basieren auf der carparison-Datenbank (Stand 2026) und ADAC-Benchmarks. Energiepreise: Strom 0,30 €/kWh (Heimladen) · 0,50 €/kWh (DC), 90 % Heimladen, Benzin 1,75 €/L. Individuelle Abweichungen möglich.