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Tesla Cybertruck live erleben: Unser Erfahrungsbericht aus Holzwickede

08. Juni 2026· Lesedauer: 6 Minuten
Tesla Cybertruck live erleben: Unser Erfahrungsbericht aus Holzwickede

Am Samstag, den 6. Juni 2026, hatten wir eine seltene Gelegenheit: Bei Tesla in Holzwickede konnten wir den Tesla Cybertruck zum ersten Mal live sehen. Ein Fahrzeug, das in Deutschland und der gesamten EU offiziell nicht zugelassen ist – und das man deshalb hierzulande normalerweise nur aus Videos und Fotos kennt. Was wir dabei erlebt haben und warum dieses Auto ein echtes Performance-Monster ist, erfährst du in diesem Artikel.

Das erste Mal: Der Cybertruck live in Holzwickede

Fotos und Videos lügen nicht – aber sie zeigen auch nicht die ganze Wahrheit. Wer den Cybertruck das erste Mal live vor sich stehen sieht, versteht sofort, was gemeint ist. Die kantigen Linien, das matte Edelstahl-Exoskelett, die schiere Größe des Fahrzeugs: Der Cybertruck ist kein Auto, das man einfach übersieht.

Länge: 5,68 Meter. Breite: 2,20 Meter (eingeklappte Spiegel). Höhe: 1,79 Meter. Wer aus einem deutschen Mittelklassewagen aussteigt und neben diesem Pickup steht, fragt sich unweigerlich: Wie soll das jemals durch eine deutsche Innenstadt passen?

Tesla Cybertruck: Technische Daten im Überblick

Der Cybertruck ist ausschließlich mit Allradantrieb erhältlich – in zwei Varianten: dem AWD (Dual Motor) und dem Topmodell Cyberbeast mit drei Elektromotoren. Eine Hinterradantrieb-Version (RWD) wurde 2025 kurz angeboten, aber nach nur wenigen Monaten wieder eingestellt.

Die zwei Varianten auf einen Blick

MerkmalAWD (Dual Motor)Cyberbeast
Motoren23
Leistung~593 PS845 PS
0–100 km/h4,1 Sek.2,6 Sek.
Höchstgeschwindigkeit209 km/h209 km/h
Reichweite (EPA)~523 km~515 km
Akkukapazität~123 kWh~123 kWh
Ladegeschwindigkeit (DC)325 kW325 kW
Laden in 15 Min.bis zu 220 kmbis zu 217 km
Anhängelastbis zu 4.989 kgbis zu 4.989 kg
Leergewicht~3.009 kg~3.113 kg

Gesamtes Ladevolumen: 3.423 Liter (Frunk + Ladefläche + Kofferraum)
Ladefläche: 1,98 m lang
Bodenfreiheit: bis zu 406 mm (Freifahrmodus)
Bereifung: 20-Zoll-Räder
Sitze: 5 Erwachsene

Das Cockpit

Der Innenraum ist, wie bei Tesla üblich, minimalistisch gehalten. Im Mittelpunkt: ein 18,5-Zoll-Touchscreen – größer als so mancher Laptop-Bildschirm. Für die Fondpassagiere gibt es einen zusätzlichen 9,4-Zoll-Touchscreen. Das Soundsystem besteht aus 15 Lautsprechern inklusive Subwoofern.

Cockpit des Tesla Cybertruck – 18,5-Zoll Touchscreen und minimalistisches Design

Besonders interessant: der Powershare-Modus. Der Cybertruck kann mit seiner Batterie nicht nur externe Geräte mit Strom versorgen, sondern im Notfall auch ein ganzes Haus. Außerdem können andere Elektrofahrzeuge direkt am Cybertruck geladen werden (Vehicle-to-Load).

Das Wahnsinnige: Über 3 Tonnen – und trotzdem ein Sportwagen

Jetzt kommt der Moment, der beim Besuch in Holzwickede den Mund offenstehen lässt: Das Fahrzeug wiegt je nach Variante zwischen knapp 3 und über 3,1 Tonnen. Zum Vergleich: Ein BMW 3er wiegt rund 1,5 Tonnen, ein VW Golf etwa 1,3 Tonnen.

Der Cyberbeast – das Topmodell – beschleunigt diesen Stahlkoloss in 2,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das ist schneller als ein Porsche 911 Carrera. Mit mehr als drei Tonnen Leergewicht.

Das Radmoment liegt laut Tesla bei über 10.000 Nm – ein Wert, der in dieser Fahrzeugklasse historisch einmalig ist.

Wer das ein paarmal liest, glaubt es kaum. Wer daneben steht, glaubt es erst recht nicht.

Tesla Cybertruck Preis: Was kostet das Fahrzeug?

Da der Cybertruck in Deutschland und der EU nicht zugelassen ist, gibt es keine offiziellen Euro-Preise. Die US-Preisstruktur sieht derzeit so aus:

VariantePreis USA (USD)Preis USA (ca. EUR)
AWD (Dual Motor)ab ~69.990 $ab ~64.500 €
AWD (Premium)ab ~79.990 $ab ~73.700 €
Cyberbeastab ~99.990 $ab ~92.000 €

Zu diesen Preisen kommen bei einem Import nach Deutschland noch Einfuhrzölle, Überführungskosten, mögliche Umbaukosten für eine Einzelzulassung sowie die Mehrwertsteuer hinzu. In der Praxis landet man bei einem importierten Cyberbeast schnell bei weit über 130.000 Euro – sofern eine Zulassung überhaupt möglich ist.

Warum ist der Tesla Cybertruck in Deutschland nicht zugelassen?

Das ist eine häufige Frage – und die Antwort ist komplex. Der Cybertruck wurde von Anfang an ausschließlich für den nordamerikanischen Markt entwickelt. Mehrere technische Merkmale sind mit europäischen Zulassungsvorschriften nicht kompatibel:

  • Steer-by-Wire: Der Cybertruck verwendet ein vollständig elektronisches Lenksystem ohne mechanische Verbindung zum Lenkrad. In Europa ist das ohne eine zugelassene mechanische Rückfallebene nicht genehmigungsfähig.
  • Karosserie aus Edelstahl: Das unverformbare Exoskelett aus ultrahartem Stahl entspricht nicht den europäischen Fußgängerschutzvorschriften (UN-Regelung Nr. 127).
  • Fahrzeugabmessungen: Mit über 2,20 m Breite übersteigt der Cybertruck die in vielen europäischen Ländern geltenden Grenzwerte für Pkw.

Laut Tesla-Deutschland-Chef gab es Ende 2025 intern keine Signale aus den USA über konkrete Zulassungspläne für Europa. Ob der Cybertruck je legal auf deutschen Straßen fahren wird, bleibt offen.

Gibt es vergleichbare Fahrzeuge mit ähnlicher Performance?

Die kurze Antwort: kaum – und schon gar nicht in Europa erhältlich.

GMC Hummer EV Pickup

Der direkteste Konkurrent kommt ebenfalls aus den USA und ist in Europa genauso wenig zugelassen. Mit bis zu 1.000 PS und einem Gewicht von über 4 Tonnen toppt der Hummer EV den Cybertruck sogar noch in der Absurdität. Preis: ab ~80.000 USD.

Rivian R1T

Ebenfalls ein US-amerikanischer Elektro-Pickup mit konventionellerem Design. Der R1T leistet bis zu 835 PS und beschleunigt in rund 3,0 Sekunden auf 100 km/h. In Europa nicht offiziell erhältlich.

Ford F-150 Lightning

Der elektrische Ableger des meistverkauften Trucks der Welt. Mit 563 PS und einer 0–100-Zeit von rund 4,0 Sekunden – allerdings weiterhin nicht in Europa zugelassen.

In der gleichen Leistungsklasse gibt es in Europa keinen direkten Konkurrenten. Europäische Pickups wie der VW Amarok oder der Ford Ranger liegen in der Spitze bei rund 300 PS.

Größenvergleich: Der Reifen des Cybertruck

Fazit: Ein Auto aus einer anderen Welt

Der Tesla Cybertruck live zu sehen ist eine Erfahrung, die man nicht so schnell vergisst. Es ist kein Auto, es ist eine Ansage. Eine Maschine, die auf fast alle gängigen Kompromisse im Automobilbau verzichtet und stattdessen fragt: Was ist überhaupt möglich?

Dass ein Fahrzeug mit über 3 Tonnen Leergewicht in unter 3 Sekunden auf 100 km/h kommt, ist physikalisch so beeindruckend wie irritierend.

Für den deutschen Markt bleibt der Cybertruck vorerst ein Exot – und ein teures Fernweh. Wer sich fragt, welches Elektroauto hierzulande wirklich Sinn ergibt, findet auf carparison.de die Gesamtkosten über 5 Jahre – inklusive Restwert, Versicherung und Energiekosten:


FAQ: Tesla Cybertruck in Deutschland

Kann man den Tesla Cybertruck in Deutschland kaufen?
Nein. Der Tesla Cybertruck hat keine EU-Typgenehmigung und ist in Deutschland nicht straßenzugelassen. Ein Import mit Einzelzulassung ist theoretisch möglich, aber mit erheblichem Aufwand verbunden.

Was kostet der Tesla Cybertruck?
In den USA ab ca. 69.990 USD (AWD) bis 99.990 USD (Cyberbeast) – umgerechnet grob 64.500 bis 92.000 Euro, noch ohne Importkosten und Zölle.

Wie schwer ist der Tesla Cybertruck?
Je nach Variante ca. 3.009 kg (AWD) bis 3.113 kg (Cyberbeast).

Wie schnell beschleunigt der Tesla Cyberbeast?
Von 0 auf 100 km/h in ca. 2,6 Sekunden – trotz über 3 Tonnen Leergewicht.

Gibt es Alternativen zum Cybertruck in Europa?
Nicht in der gleichen Leistungsklasse. Europäische Pickups wie der VW Amarok liegen bei maximal ~300 PS.